Der Sichtschutz für hässliche Mülltonnen

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Der Mensch hat bestimmte Vorstellungen von seiner Umwelt, in diesem Zusammenhang zählen natürlich auch die optischen Eindrücke. Von grundlegender Psychologie her betrachtet, steht die Farbe grau bzw. Anthrazit oder Schwarz in der westlichen Kultur für Trauer, Vergänglichkeit, seelische Tiefstimmung, ist bevorzugte Farbe von latent gesellschaftablehnenden Gruppierungen.

Schwarz steht ebenso für sexuelle Gewalt und Perversion, wenn man an die bevorzugte Couleur der SM-Szene denkt. Doch es gibt auch die andere Seite. Schwarz kann für Verführung stehen, also durchaus erotisch sein, in anderen Kulturen ist es eine Alltagsfarbe, wie bei uns Weiß, welches dann in diesen Kulturkreisen umgekehrt die Farbe der Trauer ist. Schwarze Farbe zieht Licht an, ohne Schwarz kein Weiß.

Der Problematik aus dem Weg gehen

Aus den Augen aus dem Sinn! Dieser eigentlich ironische Satz erhält, was die grauen, schwarzen, grünen oder gelben Tonnen anlangt, wobei diese Farben, wie man zugeben muss, gerade nach längerem Gebrauch der Tonne, immer schmutzig aussehen, eine tiefere Bedeutung. Wer also seiner Psyche, seinen optischen Empfindungen etwas Gutes tun möchte, der legt sich, ganz bestimmt würden auch Psychologen das empfehlen, einen Sichtschutz für die leidigen, unansehnlichen Mülltonnen zu. Der Weg dorthin ist einfacher, als man sich das gemeinhin vorstellt.

Sichtschutz für Mülltonnen – Simsalabim!

Der einfachste Weg zur Verschönerung des Vorgartens ist sicherlich der Weg in den nächsten Baumarkt. Hier warten unzählige Versionen von Mülltonnenboxen auf den Kunden. Sie sind aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Da finden sich Mülltonnenhäuschen aus Holz, Aluminium, Stahlblech, verchromtem Edelstahl, Kunststoff. Die Technik der Mülltonnenentnahme und Befüllung hat sich in den letzten Jahren wegbewegt von der nostalgischen Ausführung, die wir in den Kies-Gussbetonmüllboxen mit feuerverzinkten Stahlblechtüren der letzten zwanzig Jahre finden.

Heute gibt es Kippsystem, Gasdruckbremsen, nach Wunsch sogar computergesteuerte Hydraulik. Das Alles hat natürlich mit einem einfachen Sichtschutz für Mülltonnen nichts mehr zu tun. Doch die wenigen Materialien, die man zum Selbstbau eines Sichtschutzes benötigt, finden sich ebenfalls im Baumarkt, wenn man nicht ohnehin Dinge verwendet, die auf dem Speicher oder in einer Abstellkammer gelagert sind. Der Baumarkt bietet Holzplatten, Holzpfosten, Paravents, Drahtgeflechte für rankende Pflanzen, im Pflanzcenter findet man Büsche und Bäume – alles Ideen für einen Sichtschutz.

Was verstecken wir da eigentlich?

Manch einer fragt sich, aus welchem Material eigentlich diese Tonnen sind, die uns täglich so vielfach begegnen, die unmerklich unseren Alltag durchdrungen haben. Die Kunststoffindustrie tätigt Milliardengewinne mit einem äußerst billig zu produzierenden, dabei genauso vielfältig verwendbaren Material: Dem Polyäthen, auch Polyethylen genannt. Aus diesem Plastik werden auch andere Alltagsgegenstände wie beispielsweise Plastiktüten, Wäschekörbe, Gefrierbeutel, Eimer und Getränkekisten hergestellt.

Vorzug und Fluch des Polyethylens ist seine Halbwertzeit. Der Stoff ist nahezu unkaputtbar. Will heißen, man könnte eine Müllbox aus Kunststoff theoretisch auch noch in 500 Jahren benutzen. Erst dann fängt das Material an, sich in Nanopartikel aufzulösen, die heute überall in unserer Nahrungskette nachzuweisen sind.